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Lackierung & Karosserie

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1. Vorbereitung und Untergrundbehandlung

Das Geheimnis einer guten Lackierung liegt zu 90 % in der Vorarbeit. Hier zeigt sich die handwerkliche Genauigkeit.

  • Demontage: Ausbau von Türgriffen, Scheinwerfern oder Zierleisten, um saubere Kanten zu erhalten.
  • Reinigung: Entfernung von Silikon, Fett und Schmutz mit speziellen Reinigungsmitteln.
  • Schleifen: Altlacke anschleifen oder bei Rostschäden bis auf das Metall abtragen.
  • Spachteln und Füllern: Unebenheiten ausgleichen und die Fläche perfekt ebnen, damit später keine Wellen im Lack sichtbar sind.

2. Abklebe- und Schutzarbeiten

Präzision verhindert teure Nacharbeiten.

  • Abmaskieren: Bereiche, die keinen Lack abbekommen dürfen (Fenster, Gummidichtungen, Felgen), werden akribisch mit Spezialfolien und Klebebändern abgeklebt.
  • Hohlraumschutz: Sicherstellen, dass durch die Arbeiten kein Korrosionsschutz verloren geht.

3. Farbmischung und Farbtonbestimmung

Moderne Autolacke sind hochkomplex.

  • Farbcode-Analyse: Den richtigen Farbcode am Fahrzeug finden.
  • Nuancierung: Da Lacke über die Jahre durch UV-Strahlung ausbleichen, muss der Mechaniker den Farbton oft individuell anpassen (Mischcomputer und Spektrometer).
  • Mischen: Anrühren von Basislack, Klarlack, Härter und Verdünnung im exakten Verhältnis.

4. Der Lackiervorgang

Dies geschieht meist in einer speziellen Lackierkabine.

  • Grundierung: Auftragen des Korrosionsschutzes.
  • Basislack: Der eigentliche Farbauftrag in mehreren Schichten.
  • Klarlack: Die abschließende Schutzschicht, die für Glanz und Widerstandsfähigkeit sorgt.

5. Finish und Montage

Nach dem Trocknen (oft bei ca. 60°C in der Kabine) folgt die Endkontrolle.

  • Polieren: Einschlüsse von Staub oder kleinste Unebenheiten (Läufer) werden vorsichtig ausgeschliffen und auf Hochglanz poliert.
  • Komplettierung: Anbau der demontierten Teile und Funktionsprüfung (z.B. elektrische Fensterheber oder Sensoren).